Ein Reminder

In Sachen Kommunikation

Dagmar Strehlau

 

Kommunikation ist in vielen Fachzeitschriften, Artikeln und Büchern ein immerwährendes Thema. Meist schon im Studium, spätestens im beruflichen Leben beginnt man mit Grundlagenseminaren zum Thema Kommunikation, erlernt Techniken und versucht diese umzusetzen. Auch in den Newslettern der ANXO war das Thema Kommunikation schon häufig mit unterschiedlichen Schwerpunkten ein Gegenstand. Heute wieder? …schon wieder? Ja, aus einem sehr einfachen Grund: Kommunikation ist ein sehr wichtiges Thema, gerade im Managementbereich elementar. Und häufig sind wir wesentlich weniger fit in dieser Themenstellung, als wir es glauben.

 

Im Prinzip müssen wir uns die Grundregeln der Kommunikation immer wieder vor Augen halten. Sie müssen eigentlich wie ein Mantra immer wieder „runtergebetet“ oder auf jeden Fall ständig in Erinnerung gerufen werden. Eigentlich ist der Kommunikationsprozess per se relativ simpel, eine Person sendet eine Botschaft aus, eine andere empfängt diese Botschaft, verwertet sie und sendet eine Botschaft zurück. Ein einfacher Prozess, der allerdings seine Tücken hat.

 

Häufig wird die Botschaft, die ursprünglich gesendet wurde, vom Empfänger anders verstanden und daraufhin ändert sich das Antwortverhalten und ein Kreislauf nimmt seinen Lauf. Genau dies wollen wir im Regelfalle vermeiden. Und häufig sind wir verwundert, wenn ein Gespräch nicht rund läuft. Warum der andere uns gerade nicht verstanden oder missverstanden hat, ist uns häufig ein Rätsel.

 

Alle Kommunikationsregeln und Theorien, die wir einmal gelernt haben, jederzeit gekonnt abzuspulen ist schwer, aber die Grundregeln, sollten Sie immer „parat“ haben oder wenigstens, wenn Sie ein wichtiges Gespräch vor sich haben, diese wieder in Erinnerung rufen:

 

  1. Richtig und aktiv Zuhören.
    Häufig scheitert es schon daran. Hören ist nicht hinhören und auch nicht zuhören. Schenken Sie dem Gegenüber wirklich die volle Aufmerksamkeit. Hören Sie neutral zu und versichern Sie sich durch Rückfragen, ob Sie ihn auch richtig verstanden haben. Lassen Sie sich Zeit und vermeiden Sie es sofort zu reagieren. Unterbrechen Sie nicht und halten Sie Ablenkungen (Smartphone, Laptop etc.) fern
     
  2. Fragen stellen!
    Wer fragt der führt. Aber im positiven Sinne, es geht nicht darum, das Gespräch dominant zu führen, sondern gemeinsam zu einem Ergebnis / Ziel zu gelangen. Versuchen Sie über Fragen eine wirkliche Kommunikation in Gang zu setzen. Nutzen Sie W-Fragen: Wer, wie, wo, wann, was (das Warum sollte man meiden, dies gibt im Regelfalle das Gefühl „hinterfragt“ zu werden und dies wird als negativ empfunden) oder Rückfragen wie „Habe ich dies so richtig verstanden?“, „Wäre dies für Sie so interessant?“. Mit den Fragen, gebe ich dem Gegenüber die Möglichkeit Dinge klarzustellen, zu bekräftigen oder auch mitzuteilen: „Da haben Sie mich missverstanden.“.
     
  3. Perspektivenwechsel!
    Nehmen Sie den anderen bewusst wahr und versuchen Sie einmal die Situation aus seiner Perspektive zu betrachten. Je nachdem wo ich stehe, sieht ein Sachverhalt plötzlich ganz anders aus. Manchmal müssen sich zwei Seiten auch ein Stück weit aufeinander zubewegen, sonst kann es zu keiner Lösung kommen. Hier hilft es einmal den Blickwinkel des Gegenübers einzunehmen.
     
  4. Beachten Sie: Sie können nicht nicht kommunizieren.
    Der Satz von Watzlawick ist hier federführen: alleine durch Ihre Körpersprache teilen Sie Ihrem Gegenüber schon viele Botschaften mit. Eine starre Körperhaltung, eine starre Miene und kein Wort oder Laut aus Ihrem Mund ist nicht ein Zeichen für „Nicht-Kommunikation“, sondern setzt eher eine Panikreaktion Ihres Gegenübers in Gang. Achten Sie auf Ihre eigenen Körpersprache, blicken Sie Ihrem Gegenüber auch einmal bewusst in die Augen, lächeln Sie (ein echtes Lächeln, das auch in Ihren Augen stattfindet) und wenden Sie sich ihm zu.

 

Nichts Neues für Sie? Da stimme ich Ihnen zu, nichts wirklich Neues – aber vieles was sehr wichtig ist und elementar für eine gute Kommunikation. Und etwas was trotz des Wissens über die Wertigkeit dessen, häufig vergessen wird!

 

In diesem Sinne: Viel Erfolg in Ihrer nächsten Kommunikationssituation und denken Sie an die 4 Grundregeln.

 

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