Die Wirtschaftssendung Plusminus in der ARD: „Mehr Unternehmen brauchen Sanierungsberatung“
17.04.2026 | Artikel von Ralf Strehlau
Am 1. April war es so weit: Der Beitrag „Mehr Unternehmen brauchen Sanierungsberatung“ wurde in der ARD im Wirtschaftsmagazin Plusminus ausgestrahlt.
Bei der Erstellung habe ich sehr gerne unterstützt, da wir in unserem Beratungsalltag immer wieder feststellen, dass Gesellschafter, Unternehmer und Vorstände / Geschäftsführer sich nicht ausreichend und zu spät mit dem Thema Sanierung auseinandersetzen. Nicht ohne Grund heißt ein Vortrag, den ich regelmäßig halte, inoffiziell bei der ANXO: „Komm nicht zu spät!“
Zum Hintergrund und Inhalt des Beitrags:
Die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen betreffen immer mehr Unternehmen in Deutschland – unabhängig von Branche oder Größe. Es kommt entscheidend darauf an, wie frühzeitig und professionell auf Krisensignale reagiert wird. Der Beitrag beleuchtet, warum gerade auch etablierte Mittelständler und Familienunternehmen zunehmend Unterstützung durch externe Sanierungsberater benötigen.
Wachsende Risiken und neue Rahmenbedingungen
Steigende Energie- und Finanzierungskosten, zunehmender Fachkräftemangel, volatile Lieferketten und der digitale wie auch ökologische Strukturwandel setzen viele Unternehmen massiv unter Druck. Auch wenn Unternehmen scheinbar solide aufgestellt waren, können sich Ertragsschwächen und Liquiditätsengpässe heute schnell verschärfen. Häufig werden erste Warnsignale – etwa schwindende Margen, Zahlungsverzögerungen oder zu starke Abhängigkeit von Einzelkunden – im Tagesgeschäft übersehen.
Der Beitrag macht dabei deutlich, dass es heute keine klar umrissenen „Krisenbranchen“ mehr gibt. Vielmehr stellt sich die Frage, wie vorausschauend sich Unternehmen aufstellen und wie offen Herausforderungen adressiert werden. Gerade im Mittelstand besteht die Gefahr, Probleme „auszusitzen“ oder auf kurzfristige Besserung zu hoffen – wertvolle Zeit geht verloren.
Sanierungsberatung als strategische Option – und nicht nur Notmaßnahme
Für die Unternehmensleitung liegt die zentrale Chance darin, frühzeitig auf externe Expertise zu setzen. Professionelle Sanierungsberater bringen nicht nur einen frischen Blick und Erfahrung mit komplexen Situationen mit, sondern agieren auch als Moderatoren zwischen Geschäftsführung, Gesellschaftern, Banken und weiteren Stakeholdern.
Der Unterschied ist deutlich:
Während frühes Handeln gezielte Restrukturierungen, Prozessoptimierung und eine Neuausrichtung auf zukunftsfähige Geschäftsfelder ermöglicht, beschränken sich späte Interventionen oft auf Notmaßnahmen: Kurzfristige Liquiditätssicherung, harte Einschnitte, schwierige Verhandlungen mit Banken und Gläubigern.
Plusminus zeigt anhand von Praxisbeispielen wie bei unserem Kunden auf, welche Vorteile früh erfolgende Sanierungsprozesse bringen: Die Umsetzung geordneter Maßnahmenpakete, das Wiederherstellen von Vertrauen bei Finanzierungspartnern und die Chance, die Kontrolle über den Sanierungsprozess zu behalten. Wer zeitig das Gespräch sucht und Schwächen offen adressiert, kann aktiv gestalten, statt nur zu reagieren.
Veränderte Erwartungen von Banken und Regulierern
Auch Banken und andere Kreditgeber erwarten heute eine proaktive Krisenbewältigung und einen professionellen Umgang mit Risiken. Gesetzliche Vorgaben verpflichten Unternehmen dazu, Krisen frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern. Das bedeutet: Wer auf strukturiertes Risikomanagement, belastbare Liquiditätsplanung und regelmäßige Bestandsaufnahmen setzt, verschafft sich klare Vorteile.
Sanierung: Zeichen von Führung, nicht von Schwäche
Die entscheidende Botschaft des Beitrags: Frühzeitige Sanierungsberatung wird zunehmend zum Element moderner Unternehmensführung. Es geht längst nicht mehr darum, dass „Scheitern“ zu vermeiden, sondern Verantwortung für den Bestand des eigenen Unternehmens – und seiner Arbeitsplätze – zu übernehmen. Die aktive Einbindung von Restrukturierungs-Know-how ist heute Kennzeichen professioneller und zukunftsorientierter Unternehmenssteuerung.
Ihr Ansprechpartner
Ralf Strehlau
Geschäftsführender Gesellschafter
Weitere Artikel
Markenführung
Wo Marken in der Vergangenheit häufig „mit Bauchgefühl“ geführt wurden, ist längst fakten- und zahlenbasiertes Markenmanagement gefordert
Das Bereitstellungs-Fiasko bei einem Konsumgüter Launch / Relaunch vermeiden
Viele Unternehmen aus dem FMCG-Umfeld sehen sich in der Markteinführungs-Phase von neuen oder überarbeiteten Produkten mit einer der folgenden Situationen konfrontiert
Wie gibt es eine Work-Life-Balance für Unternehmer und Führungskräfte in der Corona Krise?
Eigentlich wollte ich einen Artikel über Führung in der Krise schreiben, aber es gilt; „Nur wer sich im Griff hat, kann auch jemanden führen!“
