Kommunikation und Führung in der Corona-Krise

Beides muss kontinuierlich weiterentwickelt werden - 5 Empfehlungen

 

 

06.12.2020 | Artikel von Ralf Strehlau

 

Die veränderten Kommunikationsanforderung an und die Weiterentwicklung des Führungsverhaltens ist zu Corona-Zeiten ein Dauerbrenner. Schnell wurde im März und April klar, dass mit Home Office und zum Teil Kurzarbeit sich für viele Führungskräfte die Kommunikation und die Führung der Mitarbeiter weiterentwickeln musste.

Was haben wir alle in unseren Führungsfunktionen umgesetzt:

  • Teams, Zoom oder ähnliche Lösungen als Standard in der Kommunikation eingeführt
  • Virtuelle Kaffeeecken, Küchen, den digitalen Kaffeeklatsch und vieles mehr etabliert
  • Alle Jour Fixe virtualisiert
  • Kunden und Mitarbeiter (zu Hause) mit Give-a-ways überrascht
  • Die Vertriebsmitarbeiter und Führungskräfte in der online Kommunikation trainiert
  • Eine Lawine von online Veranstaltungen angeboten
  • Etikette für online Meetings eingeführt
  • …und vieles mehr

 

Irgendwie ist dieses Pulver verschossen. Was bekomme ich zurückgespiegelt:

  • Online Veranstaltungen haben überhandgenommen, sind zu lang und zäh. Leider häufig auch schlecht vorbereitet.
  • Mitarbeiter sind das Home-Office leid!
  • Neue Projekte, Programme oder Initiativen im Unternehmen anzustoßen wird schwieriger
  • Gefühlt hat die Belastung bei den Führungskräften noch weiter z. B. durch viele und zum Teil endlose online Veranstaltungen zugenommen
  • Steigende Krankenstände und wenn man aufmerksam ist: auch Depressionen!

 

Irgendwie ist es verdammt zäh geworden, man hat das Gefühl „so darf es nicht weitergehen“?

Mir geht es genauso. Daher stellte ich mir die Frage: wie kommst Du wieder aus dem gefühlten Hamsterrad heraus? Fünf Ansätze dazu:

 

1. Wieder verstärkt auf das Selbstmanagement achten!

Wir müssen wieder die etablierten Instrumente aus unserem persönlichen Handwerkskasten holen und zum Beispiel die gute alte Eisenhower-Matrix oder ALPEN-Methode wieder anwenden.

 

2. Führung wieder situativ und personenbezogen wahrnehmen!

Die neuen Tools und Instrumente haben wir meist schrotflintenartig eingesetzt. Davon müssen wir wegkommen.  Wen holen wir wieder ins Büro zurück? Aus welchem Kaffeeklatsch ziehen wir uns zurück oder stellen diesen komplett ein. Mit welchen Kollegen oder Mitarbeitern muss ich hingegen die Kommunikationsfrequenz erhöhen? Wer braucht gezielt in der jetzigen Situation einen Coach?

 

3. Wieder mehr nein-sagen!

Muss ich bei all den online Terminen dabei sein? Muss der Verteilerkreis für das Meeting so groß sein? Sicher nicht!

 

4. Wieder mehr delegieren!

Viele Eigentümer und Führungskräfte neigen dazu in der Krise wieder zu viel selber zu machen! Hier gilt Einbinden und Delegieren nicht vergessen!

 

5. Wieder auf die Effizienz von Meetings achten!

An die Regel für gute Präsenzmeetings oder Telefonkonferenzen haben wir uns gewöhnt und diese sind in vielen Unternehmen selbstverständlich geworden. Entsprechende Regelwerke für digitale / virtuelle Termine sind häufig noch nicht etabliert.

 

Sind diese 5 Ansätze ausreichend? Nein, aber ein guter erste Schritt und der Auftakt für eine Reflektion!

Ihr Ansprechpartner Ralf Strehlau

Tel.: +49 (0)6192 40 269 0
Email: ralf.strehlau@anxo-consulting.com

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